Das Blockhaus von Chiemgauer Holzhaus

Das Blockhaus von Chiemgauer Holzhaus

Wohnen im Einklang mit Natur und Nachhaltigkeit Holz ist nach aufgeschichteten Steinen das älteste Baumaterial in der westlichen Welt. Seit Jahrhunderten bauen Menschen Ihr Zuhause aus diesem Naturmaterial, das sich seit jeher durch seine einmaligen Charakteristika bewährt hat. Es strahlt nicht nur Wärme und Behaglichkeit aus, sondern besitzt auch hervorragende bauphysikalische Eigenschaften. Deshalb fertigen wir seit über 30 Jahren Häuser aus diesem einmaligen und vielseitigen Rohstoff. Häuser aus Holz sind nicht nur wohnlich, sie fügen sich....

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Was ist ein Blockhaus?

Bei einem Blockhaus, in kleinerer Ausführung auch Blockhütte genannt handelt es sich um ein Gebäude, das in einer speziellen Blockbauweise hergestellt wird. Dies bedeutet, dass die Wände aus Baumstämmen gefertigt werden, die über einander liegen und über welche die Dachlasten abgetragen werden. Die Baumstämme können dafür entweder roh – direkt aus dem Wald –  oder vom Sägewerk eingeschnitten, getrocknet und gehobelt verbaut werden. Sind die Stämme roh und nur geschält (d.h. von der Rinde befreit), so spricht man von der sogenannten Naturstammbauweise.

Wenn diese sehr rustikale Blockhaus-Optik nicht gewünscht ist können die Balken auch beidseitig gesägt, in einer Trockenkammer getrocknet und per Hobelmaschine auf eine spezielle Wandstärke dimensioniert werden. Bei diesem moderneren Produktionsprinzip des Blockhauses werden die – in der Regel vom Holzkern getrennten – Balken durch moderne Fräslinien bearbeitet, um die Wände passgenau und vor allem ohne luftdurchlässige Fugenbildung zu verbauen. Bei den Eckverbindungen der Blockhäuser gibt es drei grundsätzliche Varianten: Das Tiroler Schloss, die Charlet-Verbindung und die Kling-Schrot-Verbindung.

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Blockhaus Traunstein
Blockhaus Traunstein

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Blockhaus Bayern
Blockhaus Bayern

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Blockhaus Königsee
Blockhaus Königsee

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Blockhaus Waging
Blockhaus Waging

Wie lange gibt es schon Blockhäuser?

Blockhäuser haben ihren Ursprung in der späten Bronzezeit,
wo begonnen wurde Brunnen und Wassergraben mit Blockwänden abzustützen und woraus sich in der Folge der Hausbau mit diesem System entwickelt hat. Blockhäuser gelten damit als eine der ältesten Behausungen überhaupt. Von dieser Ursprungszeit bis heute haben sich die ursprünglichen Blockhäuser in Bezug auf Produktionstechnik und Komfort aber deutlich gewandelt. Mit der Zeit sind sowohl die Ansprüche der Bauherren an die Blockhaus-Konstruktionen in Bezug auf Komfort, Energiebilanz und Dichtigkeit gestiegen als auch die technischen Möglichkeiten der Blockhaus-Produktion.

Waren in frühen Zeiten Blockhäuser aus handbehauenen Naturstämmen mit Fugendichtungen aus Moos und Wolle gefertigt, so können heute in modernen Blockhaus-Fertigungslinien technisch getrocknete Hölzer mit Toleranzen von wenigen zehntel Millimeter produziert werden.   Das Interesse der Bevölkerung für Blockhäuser war schon immer da – früher vermutlich aus ökonomischen Gründen durch die Verfügbarkeit der Baumaterialien vor Ort, heute aufgrund der sehr hohen Wohnraumqualität / des guten Raumklimas der Blockhäuser.

Woher kommen Blockhäuser?

Die Blockhäuser haben eine lange Geschichte und kommen ursprünglich aus den stark bewaldeten Regionen in Europa. Wie wichtig sie aber bis heute sind, lässt sich am Beispiel Russlands leicht erkennen. Dort leben ungefähr 75% der Menschen auf dem Land noch immer in Blockhäusern. Als Nordamerika besiedelt wurde, brachten die Skandinavier ihre typische Blockbauweise mit. Sie waren daran gewöhnt, die Häuser auf diese Weise zu bauen, da diese durch das große dortige Holzangebot besonders preiswert waren.

Zudem war die damals angewandte Technik zum Bau von Blockhäusern relativ einfach, da die Blockbohlen allein mit der Axt  in Form gebracht wurden und man weder Maschinen noch anderes Gerät dazu brauchte. Die guten Dämmeigenschaften von Holz im Vergleich zu Steinbauten waren ein weiterer Grund dafür, dass sich die Menschen für besonders einfache, massive und kleine Blockhäuser und Blockhütten entschieden haben.

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Blockhaus Tacherting
Blockhaus Tacherting
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Blockhaus Siegsdorf
Blockhaus Siegsdorf 

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Blockhaus Achensee
Blockhaus Achensee
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Blockhaus Traunreut
Blockhaus Traunreut

Was ist der Unterschied zwischen Blockhaus, Blockbohlenhaus und Holzhaus?

Die Begriffe Blockhaus, Blockbohlenhaus und Holzhaus klingen ähnlich und sorgen oft für Verwirrung, obwohl sie anhand einiger Informationen relativ leicht zu unterscheiden sind. Das Holzhaus bildet den Oberbegriff und bezeichnet alle Häuser, die auf der Basis von Holz gebaut werden. Dazu gehören Fachwerkhäuser, Blockhäuser, Blockbohlenhäuser, Massivholzhäuser sowie der Holzständer- oder Holzfertighausbau.

Ein Blockhaus oder – synonym – Blockbohlenhaus dagegen zeichnet sich dadurch aus, dass die tragende Konstruktion aus aufeinanderliegenden Blockbohlen gefertigt ist. Die Blockbohlen sind, je nach Anforderung an die Wärmedämmung, zwischen 10cm bei einem Gartenblockhaus und bis zu 24cm bei einem Wohnblockhaus stark. Moderne Blockhäuser sind oftmals auch aus einer Außen- und einer Innenwand mit dazwischenliegender Dämmung konstruiert, um erhöhte Anforderungen an die Wärmedämmeigenschaften der Blockhaus-Wand abzubilden. Im Vergleich zu Holzständerhäusern/ Holzfertighäusern ist bei einem Blockhaus die gesamte Wandfläche aus massiven Holz.

Bei einem Holzständerhaus ist lediglich die tragende Konstruktion (die Holzständerkonstruktion) aus Holz. Die zwischen den tragenden Holzbauteilen des „Hausgerippes“ liegenden Gefache werden bei diesem Haustyp mit Dämmstoff ausgefüllt und beidseitig mit einer Fassadenbeplankung – z. B. Gipskarton oder eine Putzträgerplatte – versehen. Um den Dämmstoff vor Raumfeuchtigkeit zu schützen (Schimmelbefall) muss bei diesem Haustyp raumseitig eine so genannte Dampfsperre oder Dampfbremse – meist eine Folie oder ein kunststoffbeschichtetes Gewebe – aufgebracht werden.

Dieser Bauchemieeinsatz ist bei einem Blockhaus nicht notwendig, was zum guten Raumklima der Blockhäuser entscheidend beiträgt. Neben den echten Blockhäusern ist es mittlerweile auch möglich Holzverschalungen in Blockhausoptik auf Holzständerhäuser aufzubringen, aber auch hier gilt: Nicht nur die Optik ist ausschlaggebend. Wer das Holzhaus-Raumklima für sein Eigenheim will kann auf die massiven Blockhaus-Wände nicht verzichten.

Wie lange hält ein Blockhaus?

Wie lange ein Blockhaus genau hält, lässt sich nicht pauschal formulieren. Gesichert ist aber, dass Blockhäuser im Vergleich zu anderen Bauweisen sehr lange halten. In Zentraleuropa, Nordamerika und Skandinavien lebt man teilweise seit mehreren hundert Jahren in massiven Blockhäusern. Die ältesten Holzkonstruktionen sind in Europa über 900 Jahre alt – z. B. der Ursprung der Stabkirche Urnes am Ostufer des Lusterfjords in Norwegen geht auf das Jahr 1100 zurück und kann somit als die älteste Stabkirche der Welt bezeichnet werden. Im Freilichtmuseum von Eidsborg, in der norwegischen Telemark-Region, steht das „Vindlausloftet”. Ein kombiniertes Wohn- und Speicherhaus, welches vermutlich älteste Holzwohnhaus Europas ist. Neusten dendrochronologischen Datierungen zufolge wurde das Baumaterial um das Jahr 1170 geschlägert.

In Zentraleuropa stammt das Blockhaus Nideröst im Schweizer Kanton Schwyz  aus dem Jahre 1176. Das älteste Holzhaus Schwedens wurde 1229 errichtet. Die bautechnischen Entwicklungen sind seit dieser Zeit natürlich auch an den Blockhäusern nicht vorüber gegangen. Technische Holztrocknung, genaueste Fertigungstechnologien und –toleranzen ermöglichen mittlerweile auch bei Blockhäusern die Einhaltung aller derzeit gültiger Energiestandards bis hin zu Null- oder so genannten Plus-Energiehäusern, bei denen die vom Haus und der Haustechnik produzierte Energie höher ist als die verbrauchte Energie.

Dürfen überall Blockhäuser gebaut werden?

Blockhäuser dürfen generell überall gebaut werden. Jedoch verhält es sich bei der Baugenehmigung von Blockhäusern wie mit dem Bau aller Häuser: In den meisten Ländern gelten dafür klare Regeln, die entweder aus einem für den jeweiligen Bauplatz gültigen Bebauungsplan oder der entsprechenden Landesbauordnung zu entnehmen sind. So genannte Ortsgestaltungssatzungen schränken die architektonische Freiheit weiterhin ein. Technisch ist dabei mittlerweile auch bei Blockhäusern sehr viel möglich. Große Fensterelemente, Schiebetüren,Glasfassaden oder Holz-Edelstahl-Verbindungen werden mittlerweile auch bei Blockhäusern ebenso verbaut wie strukturierte oder farblich gestaltete Oberflächen der Blockbohlen.

Ist ein Blockhaus wertbeständig?

Grundsätzlich kann man sagen, dass ein Blockhaus sogar wertbeständiger als ein normales Haus bei gleichzeitig geringerem Instandhaltungsaufwand ist. Ein Blockhaus kann mehrere hundert Jahre alt werden. Damit dies möglich ist, ist die Wahl des genutzten Bauholzes von großer Bedeutung. Ideal sind langsam gewachsene Hölzer aus dem Norden oder den Höhenlagen der Alpen. Die Vegetationszeiten sind dort kurz.

Deshalb wachsen die Hölzer langsam und bilden besonders eng an einander anliegende Jahresringe. Die Hölzer sind dadurch extrem hart und widerstandsfähig und ermöglichen eine lange Haltbarkeit und Wertstabilität des Blockhauses. Witterungseinflüsse wie Regen, Hagel oder Stürme haben auf die massiven Blockhaus-Wände keine negative Auswirkung. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Steinhäusern benötigen Blockhäuser aus Holz wesentlich weniger Pflege und sind extrem stabil.

Dies schlägt sich demnach auch in der Wertbeständigkeit nieder, sodass Blockhäuser problemlos über Generationen hinweg vererbt werden können. In Zentraleuropa werden Blockhäuser nicht so oft gebaut, weshalb es häufig zu Zweifeln bezüglich der Wertbeständigkeit kommt. Ein Blick nach Skandinavien zeigt aber deutlich, dass derartige Zweifel nicht angebracht sind.